Eine Schwangerschaft gehört zu den wohl außergewöhnlichsten und aufregensten Zeiten im Leben einer Frau. Jeder Tag bringt neue Überraschungen: Veränderungen, die eine werdende Mutter an ihrem Körper wahrnimmt - aber auch Entwicklungen der Lebensumstände. Natürlich ist jede Schwangerschaft individuell und einzigartig. Neben der Freude über das zu erwartende Kind kann die Schwangerschaft aber auch eine Portion Unsicherheit mit sich bringen und oft haben werdende Mütter ähnliche Fragen und Sorgen: Darf ich verreisen? Wie kann ich mich gesund ernähren? Kann ich an Schwangerschaftsdiabetes erkranken?
Im Verlauf einer Schwangerschaft sieht die gesetzliche Mutterschaftsrichtlinie diverse Vorsorgeuntersuchungen vor. Darüber hinaus können eine Reihe von Zusatzuntersuchungen wahrgenommen werden. So zeigt aktuell auch der Einzug des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen, dass sich das Angebot an vorgeburtlichen Untersuchungen (Pränataldiagnostik) stetig weiterentwickelt.
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Bitte bringen Sie diese Dokumente mit:
Impfpass: vor bzw. zu Beginn der Schwangerschaft mitbringen
Mutterpass: zu jeder Vorsorgeuntersuchung mitbringen
Risikobeurteilung in der Schwangerschaft mit dem sFlt-1/PlGF-Quotienten
Die bislang ungenügende Vorhersagegenauigkeit mütterlicher Komplikationen bei Präeklampsie auf der Grundlage der Klinik (arterielle Hypertonie und Proteinurie) ist durch die Möglichkeit, angiogene und anti-angiogene Faktoren im Labor zu messen, erheblich verbessert worden. Dadurch ist eine deutlich bessere Risikostratifizierung von Schwangeren mit einem erhöhten Präeklampsierisiko und somit eine bessere Patientenbetreuung möglich.
Die Bestimmung des Quotienten sFlt-1/PlGF aus dem mütterlichen Serum ist seit 2014 Bestandteil der Leitlinien zur Diagnostik und Therapie hypertensiver Schwangerschaftserkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie. Sie erlaubt mit hoher Zuverlässigkeit die Differenzierung einer Präeklampsie von anderen hypertensiven Erkrankungen sowie einer normal verlaufenden Schwangerschaft, sogar vor dem Auftreten klinischer Symptome. Zudem kann der sFlt-1/PlGF-Quotient zur Prognose bei Frauen mit Verdacht auf Präeklampsie herangezogen werden.
Die frühzeitige Erkennung einer Präeklampsie ermöglicht u. a. die maternale Anfallsprophylaxe sowie die rechtzeitige Vorbereitung einer Entbindung, etwa durch die Förderung der fetalen Lungenreife.
Prognose der Präeklampsie mittels sFlt-1/PlGF-Quotient mit Handlungsempehlung
Schwangerschaftswoche
≥ 20 < 34 (early-onset)
≥ 34 (late-onset)
Prognose
sFlt-1/PlGF- Quotient Handlungs-empfehlung
sFlt-1/PlGF < 38 – Verlaufskontrolle
sFlt-1/PlGF < 38 – Verlaufskontrolle
Geringes Risiko für Präeklampsie innerhalb der nächsten Woche